Ernst Kopp MdL

 

Hochwasser – Paradies für Schnaken

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Bürgermeister Hartwig Rihm (li), Ernst Kopp MdL (re)

Ernst Kopp informiert sich in Au am Rhein

Hochwasser und Überflutungen – für Au am Rhein nichts Außergewöhnliches. In diesem Frühjahr und Sommer hatte und hat die Gemeinde im nördlichen Teil des Landkreises Rastatt jedoch einige Herausforderungen zu bewältigen.

Um sich direkt vor Ort einen Überblick zu verschaffen, traf sich der sozialdemokratische Landtagsabgeordnete Ernst Kopp mit Bürgermeister Hartwig Rihm in Au am Rhein.

Wie Rihm bestätigte, habe man ab April mehreren Wellen Hochwasser, teils auch recht langanhaltend, mit entsprechenden Druckwasserüberflutungssituationen gemeistert. „Diese ungesteuerten ökologischen Flutungen sind wir in Au gewohnt und können damit gut leben“, so Rihm. „Was uns aber in dem Zusammenhang sehr am Herzen liegt, ist die umfassende Schnakenbekämpfung.“

Mit der Gründung des Vereins Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) habe man vor Jahren einen sehr wichtigen Schritt getan, betonte Rihm. Bei Wetterlagen wie derzeit zeige sich, wie überaus sinnvoll diese Einrichtung sei.

 

„Den Schnaken bieten wir mit so großflächigen Überflutungen, die auch Straßen und Felder nicht außen vor lassen, ein Paradies“, bemerkte der Bürgermeister schmunzelnd.

Die konzertierten Aktionen der KABS, der sich alle am Rhein liegenden Kommunen des Landkreises angeschlossen haben, garantieren jedoch eine sehr effektive Eindämmung der lästigen Stechmücken.

Auch Gemeinden, die nicht Mitglied sind, komme die Arbeit der KABS zugute. Rheinschnaken wandern bis zu 20 Kilometer vom Brutgebiet weg, erläuterte Rihm, der auch Vizepräsident der KABS ist.

In diesem Zusammenhang verwies er auf die Stadt Freiburg, die sich aktuell mit der Bitte um Unterstützung an den Verein gewandt habe, um der sich abzeichnenden ansteigenden Tigermücken-Population im südbadischen Raum wirkungsvoll begegnen zu können.

Hier habe man mit Beratern aus der Wissenschaft eine überaus wichtige Kooperation, verwies Rihm auf die Entwicklung neuer Bekämpfungsstrategien, die auch auf Erfahrungen anderer europäischer Länder basieren. 

 

Obwohl der konkrete Einsatz der Schnakenbekämpfung vor Ort von jeder Kommune separat zu bezahlen sei, neben einer nach Einwohnerzahl gestaffelten Umlage, unterstütze das Land bei zusätzlichen Ausgaben den Verein in vorbildlicher Weise, betonte Rihm.

 

Als „Kind vom Ried“ seien ihm die Schnakenplagen früherer Zeiten noch sehr gut in Erinnerung, so Ernst Kopp.

Man könne eindeutig feststellen, dass sich die Lebensqualität aufgrund der langjährigen Aktivitäten der KABS in der Hinsicht erheblich verbessert habe. Was sich auch in der gestiegenen Attraktivität der Orte am Rhein widerspiegele.

 

Mit der gleichen Vehemenz müsse nun der weitere Hochwasserschutz vorangetrieben werden, waren sich die beiden Gesprächspartner einig. Hierbei sei angezeigt, kleinere Nebenflüsse ebenso zu beobachten und die technischen Verbesserungen an den Dämmen zügig umzusetzen. Die Infrastruktur sei vorhanden, weise aber noch Mängel auf, erläuterte Bürgermeister Rihm. „Wir haben noch keine Dammverteidigungswege. Wenn ich nur über Feuchtwiesen dorthin gelange, dann ist das bei Überflutung einfach nicht machbar“, skizzierte er eine nicht seltene Situation.

 

Kopp sicherte Bürgermeister Rihm zu, die Interessen der Gemeinde Au am Rhein auch weiterhin zu unterstützen.

 

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Drucksache 16/923 PFC

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